Kein Handel mit der Kultur!

Die Kulturpolitische Gesellschaft spricht sich gegen einen Investitionsschutz aus, wie in einer Erklärung des Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft Oliver Scheytt zu lesen ist. Darin nimmt er kritisch Stellung zu den potentiell schädlichen Auswirkungen auf die Kulturentwicklung in Deutschland und Europa, auch wenn mögliche positive Effekte eines freieren transatlantischen Handels grundsätzlich anerkannt werden.

Die Erklärung im Wortlaut: Weiterlesen

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Kulturpolitik und Kulturmanagement

Norbert Sievers

Wo die Verhältnisse schwieriger werden, der Kulturpolitik finanzielle Fesseln angelegt sind und die Kulturwirtschaft an Aufmerksamkeit gewinnt, wachsen die Erwartungen an ein Kulturmanagement, das im »trisektoralen Netzwerk« nach neuen Aufgaben und professioneller Identität sucht. Kein Wunder, dass Einsprüche geltend gemacht werden, die auf Rollenklarheit bestehen. Und doch bleibt zu konstatieren, dass Kulturpolitik managerialer und Kulturmanagement politischer werden müssen, wenn Ressourcenknappheit nach optimierter Systemsteuerung verlangt und jede Veränderung im System eine öffentliche Diskussion heraufbeschwört. Der Schwerpunkt »Kulturpolitik und Kulturmanagement« im Heft 143 der Kulturpolitischen Mitteilungen steht für diese wichtige Selbstverständnis- und Abgrenzungsdebatte, die im Kontext der Kulturpolitischen Gesellschaft schon immer ihren Ort hatte und auch zukünftig haben wird. Weiterlesen

Schriftsteller gegen Überwachung

Aufruf zur Verteidigung der Demokratie im digitalen Zeitalter

Marc Grandmontagne

Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, wurde in über 30 Zeitungen ein gemeinsamer Aufruf von mehr als 560 Autoren aus 83 Ländern veröffentlicht. Darin richten sie sich gegen die systematische Überwachung der Bürger durch Staaten und Konzerne und rufen dazu auf, die Demokratie in der digitalen Welt zu verteidigen. Zu den Unterzeichnern zählen u.a. Umberto Eco, Orhan Pamuk, Elfriede Jelinek, T.C. Boyle und Günter Grass. Initiatoren des Aufrufs sind Juli Zeh, Ilija Trojanow, Eva Menasse, Janne Teller, Priya Basil, Isabel Fargo Cole und Josef Hasslinger. Bereits im Sommer hatte Juli Zeh einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel verfasst, der von über sechzig Schriftstellern unterzeichnet wurde, die darin Aufklärung in der Prism-Affäre fordern.

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