KuPoGe als Trainer gewünscht

 Von Stephan Opitz
 
Nun habe ich die bisherigen Diskussionen auf der Plattform »meiner« KuPoGe verfolgt, die Beiträge gelesen (soweit sie lesbar sind) und stelle das folgende fest:
 Auf den S. 178 –192 des Kulturinfarkts geht es um die Paradigmen Mündigkeit, Rationalität, Gleichberechtigung, Widerspruch im Zusammenhang der Nachfrage nach Kultur. Und auf den S. 214–224 geht es um die Beachtung ordnungspolitischer Grundsätze auch in der Kultur; das bedeutet, dass z.B. auch Fragen nach der kulturpolitischen Relevanz von Förderungen gestellt und beantwortet werden sollten (die Komplexität solcher Fragestellungen beschreiben die Autoren).
Wenn es im Buch konkret nachweisbar um diese Fragen geht (sie durchziehen von ihren Voraussetzungen her und hinsichtlich möglicher Schlussfolgerungen als Handlungsüberlegungen das ganze Buch) , warum beschäftigt sich genau mit diesem Kern des Buches niemand von denen, die es ablehnen? Ich vermute: Schlechter Trainingszustand, korporative Binnenlogik, keine Lust, gestört zu werden (z.B. mit der Frage nach den o.g. Paradigmen) – und im Grunde keine rechte Lust, über Kultur politisch zu reden (was eben nicht administrativ-exekutiv heißt) und gar noch die Kunst in ihrer Funktion für die Kultur in den Blick zu nehmen außerhalb des Bekenntnisses, dass sie es in Teilen schwer habe und deswegen gefördert gehöre. Das ist für mich das eigentlich Bedenklich – aber auch der wichtigste Erkenntnisgewinn aus der bisherigen Debatte (ist ja übrigens auch was Neues, dass Kulturpolitik auch im Feuilleton endlich mal vorkommt!). Schlechte Trainingszustände kann man beheben – z.B. mit der KuPoGe als Trainer. Das wünsche ich mir.

 

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